Die Weihnachtsfeiertage liegen noch nicht lange hinter uns. Damit auch der Konsum von Unmengen an Süßigkeiten: Stollen, Feigen, Marzipan und viel Schokolade.

Die Vorsätze für das Jahr 2016 sind auch formuliert: Gesünder leben, mehr Sport, weniger Alkohol und natürlich weniger Süßes. Schwer genug, an den Vorsätzen festzuhalten, nein, dann auch noch die mahnenden Worte Ihres Zahnarztes. Schützen Sie Ihre Zähne vor den Kariesbakterien!
Karies wird bekanntlich durch Bakterien ausgelöst, welche sich in den Zahnbelägen der Zahnoberfläche und au dem Zahnstein befinden. In der Mundhöhle sind ca. 300 Bakterienarten anzutreffen, wobei Streptokokkus mutans der Leitkeim für die Kariesentstehung ist. Dies aus dem Grund, weil er  Zucker und Speisereste in Säure umwandelt, die den Zahnschmelz angreifen und zerstören.

Zahnbeläge (Plaque) sind die hauptsächlichen Verursacher für Karies, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und Erkrankungen des Zahnbettes (z. B: Parodontitis). Kariesbakterien wandeln Zucker in aggressive Säuren um. Schon die Aufnahme sehr geringer Zuckermengen ermöglicht es den Plaquebakterien, so viel Säure zu bilden, dass im Mund ein saures Milieu nachgewiesen werden kann. Die Folge: Die Zahnhartsubstanz löst sich an der Oberfläche auf und Mineralien wie Kalzium und Phosphor werden aus dem Zahnschmelz gelöst. Diese Demineralisation ist bereits eine frühe Form der Karies, die sich zu etablierten Löchern in den Zähnen entwickeln kann.
Wie kann man seine Ernährung auf diese Problematik einstellen?

Generell auf Süßigkeiten zu verzichten erscheint dabei weder möglich, noch erforderlich zu sein. Studien haben belegt, dass nicht die Menge des zugeführten Zuckers, sondern die Häufigkeit der Zuckeraufnahme für die Entstehung von Karies entscheidend ist. Ein Dessert zur Hauptmahlzeit ist deshalb deutlich günstiger, als mehrmals täglich kleinere Mengen Süßes zu essen.

Auch ist die Verweildauer des Nahrungsmittels in der Mundhöhle bei der Bewertung des Kariesrisikos maßgeblich. Insbesondere klebrige Produkte wie Karamellbonbons, Honig, Chips und Cracker haften besonders gut an den Zähnen und versorgen die Kariesbakterien dadurch länger mit „Nahrung“. Auch versteckte Zucker in Ketchup, Senf oder Müsliriegeln enthalten einen erheblichen Anteil an einfachen Kohlenhydraten, die sich bei langer Verweildauer im Mund schädlich auf die Zähne auswirken können.

Sie erweisen Ihren Zähnen einen guten Dienst, wenn Sie nach süßen Mahlzeiten die Zähne putzen. Sollte dies nicht immer tagsüber problemfrei möglich sein, ist ein Zahnpflege-Kaugummi eine wirksame Alternative.

Bitte vergessen Sie in diesem Zusammenhang auch nicht, dass säurehaltige Nahrungsmittel wie Obstsäfte, Cola, Limonade, Wein sowie ansonsten gesundes vitaminreiches Obst den schützenden Zahnschmelz angreifen. Auch hier ist die Empfehlung, Säfte und Obst nicht zwischendurch, sondern zu den Hauptmahlzeiten zu konsumieren. Mit dem Zähneputzen sollte nach “sauren Mahlzeiten” dagegen  mindestens 30 bis 60 Minuten gewartet werden, bis der pH-Wert des Speichels wieder ein normales Niveau erreicht und die Säure neutralisiert hat. Ein zu frühes Zähneputzen schädigt die Zähne mehr als dass dies diesen nützt würde, weil der Zahnschmelz durch die Säure aufgeweicht wurde und durch den Druck der Zahnbürste und die Putzkörper der Zahnpasta noch mehr Schmelz aus der Zahnoberfläche herausgelöst würde.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark und Käse sind dagegen kalziumreich und wirken einer Demineralisierung der Zähne positiv entgegen. Untersuchungen zufolge hat insbesondere Käse die Eigenschaft, Zahnschmelz zu regenerieren. Auch ballaststoffreiche Kost, die stärker gekaut werden muss, wirkt durch den angeregten Speichelfluss günstig. Hierdurch wird der Säurespiegel neutralisiert.
Sofern Sie einige Dinge im täglichen Leben beachten, ist das Kariesrisiko also beherrschbar.

Sollten Sie dennoch unsere Hilfe benötigen, stehen Ihnen mein Team und ich auch im Jahr 2016 gern und in gewohnter Qualität mit unseren zahnmedizinischen Leistungen zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen ein gesundes, friedvolles und erfolgreiches Jahr 2016.
Herzlichst Ihre Zahnarztpraxis Massimo Micalef